Laufende Ausgaben und Vorsorge erfassen, nur belastbare weitere Einnahmen abziehen und mögliche Abgaben gesondert prüfen. Bedarf und tatsächlich versicherbare Rente können voneinander abweichen.
Welche Kosten in die Rechnung gehören
Eine Bestandsaufnahme beginnt mit den tatsächlichen Haushaltskosten. Jahresbeträge werden auf zwölf Monate verteilt; gemeinsame Kosten werden dem eigenen Anteil zugeordnet. So entsteht eine bessere Grundlage als eine Schätzung aus dem heutigen Kontostand.
- Wohnen einschließlich Nebenkosten und laufender Finanzierung.
- Lebenshaltung, Mobilität und regelmäßige Verpflichtungen.
- Kranken- und Pflegeversicherung in der dann geltenden Situation.
- Weitere notwendige Versicherungen und Unterhalt.
- Altersvorsorge, die weitergeführt werden soll.
- Eine nachvollziehbar bemessene Reserve für unregelmäßige Ausgaben.
Nicht alle heutigen Ausgaben bleiben unverändert. Manche beruflichen Kosten entfallen, andere entstehen neu. Die Rechnung sollte diese Annahmen sichtbar machen.
Andere Leistungen nicht automatisch vollständig anrechnen
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente und eine private BU haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Erwerbsminderung wird grundsätzlich anhand der Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beurteilt; die BU bezieht sich auf den vertraglich abgesicherten Beruf. Quelle: Deutsche Rentenversicherung: Erwerbsminderung Quelle: § 172 VVG: Leistung bei Berufsunfähigkeit
Deshalb eine in der Renteninformation ausgewiesene Erwerbsminderungsrente nicht einfach als sichere Zahlung bei jedem BU-Fall abziehen. Ebenso kritisch prüfen: Mieteinnahmen, Unterstützung durch Angehörige oder Vermögensentnahmen. Welche davon stehen in der angenommenen Situation verlässlich und dauerhaft zur Verfügung?
Ob und in welcher Höhe Steuern oder Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge anfallen, hängt unter anderem von Vertragsart und Versicherungsstatus ab. Dafür ist eine gesonderte Prüfung erforderlich. Der Rechner unten berechnet keine Abgaben.
Die monatliche Lücke als Ausgangspunkt berechnen
Frei gewähltes Beispiel: 2.200 € laufende Kosten plus 300 € Vorsorge und Reserve, abzüglich 200 € verlässlich verfügbarer anderer Mittel, ergeben 2.300 € monatlichen Finanzierungsbedarf. Das ist noch keine Zusage, dass diese BU-Rente versichert werden kann, und kein Netto-Leistungsversprechen.
Die Rechenhilfe verarbeitet ausschließlich die eingetragenen Beträge auf diesem Gerät. Es werden keine Angaben gespeichert oder übertragen.
Rentenhöhe, Laufzeit und spätere Anpassung zusammen betrachten
Eine heute passende Rente kann bei einer späteren Finanzierung, Familiengründung oder Gehaltserhöhung zu niedrig sein. Für ein Angebot sollten daher die Möglichkeiten zur Erhöhung und deren Voraussetzungen verständlich dokumentiert sein.
| Baustein | Frage für den Vergleich |
|---|---|
| Versicherungsdauer | Bis wann besteht Schutz gegen neu eintretende Berufsunfähigkeit? |
| Leistungsdauer | Bis wann kann eine anerkannte BU-Rente gezahlt werden? |
| Dynamik vor dem Leistungsfall | Wie kann die vereinbarte Rente während der Vertragslaufzeit wachsen? |
| Steigerung im Leistungsfall | Welche Rentenerhöhung ist nach Eintritt des Leistungsfalls tatsächlich garantiert? |
| Nachversicherung | Bei welchen Anlässen, Fristen und Höchstgrenzen kann erhöht werden? |
Versicherer setzen auch Grenzen für die wirtschaftlich angemessene Gesamtrente. Bereits bestehende Verträge gehören deshalb in die Betrachtung. Die Verbraucherzentrale behandelt Rentenhöhe und Laufzeit als zentrale Auswahlpunkte. Quelle: Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeit absichern
Die Bedarfsrechnung lässt sich zum Gespräch ausdrucken. Veränderungen im Leben sind ein guter Anlass, sie später erneut durchzugehen.
Häufige Fragen
Reichen pauschal 80 % des Nettogehalts?
Eine solche Faustregel kann zur Orientierung dienen. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch von Ausgaben, Vorsorge, anderen Einnahmen und möglichen Abgaben ab.
Berechnet das Werkzeug meine passende Versicherungssumme?
Es berechnet nur eine vereinfachte monatliche Finanzierungslücke. Versicherbarkeit, Abgaben und Vertragsbedingungen werden damit nicht geprüft.
Ist eine spätere Erhöhung immer möglich?
Nein. Möglichkeiten, Fristen und Grenzen hängen vom Vertrag und der persönlichen Situation ab. Diese Punkte sollten bereits beim Abschluss berücksichtigt werden.
Quellen und Einordnung
Quellenabgleich: 28.09.2026. Rechenbeispiele sind als Modelle gekennzeichnet. Es wurde kein vollständiger Marktvergleich durchgeführt.
- § 172 VVG: Leistung bei Berufsunfähigkeit
- Deutsche Rentenversicherung: Erwerbsminderung
- Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeit absichern
Mit KI-Unterstützung redaktionell erstellt. Fachlicher Kontakt für Rückfragen: Pascal Bocki.
Die eigene Situation gemeinsam einordnen.
Pascal Bocki
Pascal Bocki ist bei Trustomat der Ansprechpartner für Berufsunfähigkeitsversicherung. Er begleitet die Klärung des Absicherungsbedarfs und der nächsten Schritte auf dem Weg zum passenden Versicherungsschutz.
Unsere Vergütung erfolgt grundsätzlich über die Courtage des Versicherers. Einzelheiten stehen in der Erstinformation.